Problem nach Vergasertausch

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  • Problem nach Vergasertausch

    hi Folks, hab am 1979er Malibu mit 305 er Motor zu Verbrauchstestzwecken den orig. Rochester (war wohl etwas alt, Auto hat im Landstrassenbetrieb 20 liter genommen, stand aber auch 30 jahre davor in ner halle) gegen einen Edelbrock 1403 getauscht.

    Was habe ich gemacht:
    - alten vergaser veg,
    - warmluftschläuche an der Ansauspinne blind gemacht
    - adapterplatte drauf
    - edelbrock drauf
    - e choke angeschlossen

    startversuch: löppt.

    so weit fein. kaltstartanreicherung funzt auch, drehzahl ist erhöht, e choke funzt, drosselkallpen vorne öffenen sich nach 2-3 min laufzeit langsam, leerlaufdrehzahl sinkt.

    problem: sobald ich n gang einlege stirbt das ding sofort ab. kann die drehzahl nicht halten und stottert kurz und ist dann weg.

    falschluft hab ich gelauscht, nix gehört, mit bremsenreiniger hab ich allerdings noch nicht getestet, ob ich n leck habe, aber nun isses eh dunkel draussen. der unterdruck für den verteiler war am rochester auf der linken seite angeschlossen, so hab ich es beim edelbrocken auch gemacht. mitte kurbelgehäuseentlüftung, rechts unterdruck der zum udruckspeicher vorne links im motorraum geht.

    hat jemand auf die schnelle ne idee? unterdruck für verteiler mal nach rechts tauschen? ist das beim edelbrock anderes als beim rochester?

    für tipps schon mal im vorraus bedankt :hail:
  • gaggi schrieb:

    leerlaufdrehzahl 8-900
    bischen heftig viel (armes Getriebe).
    Dreh den mal, möglichst mit Drehzahlmesser (soviel Aufwand sollte schon sein) runter auf 600. Dann erstmal die Zündung ganz korrekt einstellen. Obwohl, das hast Du doch hoffentlich schon gemacht, oder?
    Nu hättest Du eine Basis. Wenn Du es schaffst, den zwischen 550 und 600 U/min ganz ruhig zu kriegen, sollte auch schon das Absterbeproblem erledigt sein.
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  • Welche Zündanlage hat der Malibu eigentlich?? HEI? zieht die Verteilerunterdruckdose auf früh?? oder arbeitet die gegen die Fliehkraftregler?

    Und was meinst Du mit Unterdruckanschluß recht bzw. links ??? sag doch lieber: auf der Seite wo der Choke ist bzw. die andere Seite. Dann weiß ich, was Du meinst.
    Der hat einmal ported vacuum und einmal full manifold vacuum da vorn.
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  • hi gregor

    also die leerlaufdrehzahl hab ich extra n bisschen höher gestellt, um zu schauen, ob er dann an bleibt. isser aber nicht.

    zündung steht auf 8 vor ot

    der malibu hat ne hei anlage drin.

    unterdruck rechts und links meine ich: links fahrerseite, rechts chokedose.

    so hab ich es mal gesagt bekommen. links und rechts beim auto immer in fahrtrichtung betrachtet

    ich schau mal heute nachmittag, dass ich da n stück weiter komme. gestern ist mir echt die zeit n bisscehn davongelaufen. was aber nicht schlimm ist, es sit ja unser dritt-chevy, er wird also nicht täglich bewegt.
  • moin Markus,

    der Unterdruckschlauch für den Verteiler muss bei der HEI ans "ported vacuum".
    Das ist bei dem edlen Kotzbrocken auf der rechten, der Choke-Seite. (beim Quadrajet ist portedVac. links)

    Du hast ihn am Manifold full Vac., das kann je nach Drosselklappenstellung, schon ein heftiger Fehler sein (bis zu +8° Frühzündung)

    Ausserdem mußt Du die Leerlaufdrehzahl auf max. 600 U/min runterziehen und erst dann den Zündzeitpunkt kontrollieren. Allein der Unterschied zu 900 macht per Fliehkraftgewichte ca. +4° Frühzündung.

    Wenn er mit sooo voel Frühzündung im Leerlauf sauber läuft, isser extrem mager und geht unter Last sofort aus.
    Kannst auch mal versuchen, die beiden IMS auf Grundstellung 3 Umdrehungen zu bringen und ab da diue Drehzahl einzuregeln.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lenagregory ()

  • Vielleicht stimmen auch die Hauptdüsen schon nicht. Das mit der Edelbrocken ist immer eine Spielsache. So wirklich richtig gut laufen die erst, wenn der auch mit den Düsen richtig eingefahren ( eingestellt unter Fahrbetrieb) ist.
    Alleine mit den Stellschrauben wird das nicht wirklich was.
    Und mit der hohen Leerlaufdrehzahl machst Du, wie Gregor schon andeute, Dein Getriebe kapuut, und das ganz schnell......
    Gruß Ingo


    Der Sohn eines Gottes trägt einen Hammer, und nicht sein eigenes Kreuz!
  • lenagregory schrieb:

    moin Markus,

    der Unterdruckschlauch für den Verteiler muss bei der HEI ans "ported vacuum".
    Das ist bei dem edlen Kotzbrocken auf der rechten, der Choke-Seite. (beim Quadrajet ist portedVac. links)

    Du hast ihn am Manifold full Vac., das kann je nach Drosselklappenstellung, schon ein heftiger Fehler sein (bis zu +8° Frühzündung)

    Ausserdem mußt Du die Leerlaufdrehzahl auf max. 600 U/min runterziehen und erst dann den Zündzeitpunkt kontrollieren. Allein der Unterschied zu 900 macht per Fliehkraftgewichte ca. +4° Frühzündung.

    Wenn er mit sooo voel Frühzündung im Leerlauf sauber läuft, isser extrem mager und geht unter Last sofort aus.
    Kannst auch mal versuchen, die beiden IMS auf Grundstellung 3 Umdrehungen zu bringen und ab da diue Drehzahl einzuregeln.

    ok, anschlüsse getauscht. nix geholfen. zündzeitpunkt ohne vakuum 13 grad. kommt hin wegen der höheren leerlaufdrehzahl.

    wikinger schrieb:

    Vielleicht stimmen auch die Hauptdüsen schon nicht. Das mit der Edelbrocken ist immer eine Spielsache. So wirklich richtig gut laufen die erst, wenn der auch mit den Düsen richtig eingefahren ( eingestellt unter Fahrbetrieb) ist.
    Alleine mit den Stellschrauben wird das nicht wirklich was.
    Und mit der hohen Leerlaufdrehzahl machst Du, wie Gregor schon andeute, Dein Getriebe kapuut, und das ganz schnell......

    das wird dann die kür. ich geh da zum bosch service und lass die kiste aufm prüfstand kalibrieren. aber erst mal muss ich dahin kommen :)

    die hohe drehzahl wollte ich ja niemals lassen, ich hab sie nur hochgedreht dass er überhaupt an bleibt im leerlauf.

    King Kerosin schrieb:

    wikinger schrieb:

    Hauptdüsen
    Die sind im Leerlauf uninteressant.
    stimmt.

    so, und nun ein update....hab bremsenreiniger genommen und den ansaugbereich eingesprüht. drehzahl ging nicht nach oben. also vermutlich auich kein leck durch das er falschluft ziehz. nun denn dachte ich mir....irgendwo muss der mist ja begründet sein. also alles abgebaut, genau geguckt, ob ich evtl. die adapterpaltte falsch rum dirn hab. nein. die auch weg gemacht, doof schauend und tiefsinnig auf die ansaugspinne gestarrt (ist die originale) und dabei gesehen, dass oben auf der orig. spinne aussparungen sind zwischen vorderen und hinteren löchern und zwischen rechts und links. die durch die orig. dichtung offen bleiben. durch die edelschrott zubehördichtung aber abgedeckt sind....na ja, was solls. die olle 39 jahre alte orig. dichtung zwischen spinne und versager gelegt, alles wieder zusammengebaut....löppt. und zwar auch mit gängen drin. und vorwärts und rückwärts. nur seitlich muss ich zusätzlich am lenkrad drehen, damit er kurven fährt.

    was er nun noch hat: ausm stand zieht er nicht sauber weg, das verschluckt er sich n bissi. aber dann zieht er sauber durch und auch spürbar kraftvoller als mit dem ollen vergaser. dürfte isch also positiv auf den verbrauch auswirken. morgen werde ich dann ein bisschen mit den leerlaufgemischschrauben spieln und die einstellung der beschleunigerpumpe mal verstellen.

    hat jemand ad hoc ne idee woran das leichte verschlucken ausmstand kommen kann? dann würde ich mir morgen evtl. n bisschen sucherei und stocherei am versager sparen.

    danke für alle die bis hier her mitgedacht haben :)
  • gaggi schrieb:

    anschlüsse getauscht. nix geholfen... wegen der höheren leerlaufdrehzahl
    Wenn man das soooo liest, hast Du Dir schon selbst die Begründung geliefert ;)




    gaggi schrieb:

    zündzeitpunkt ohne vakuum 13 grad.
    DAS ist nicht die Frage, sondern WIE hoch ist die Frühzündung MIT Vakuum??? (sprich: ob überhaupt ein ported Vacuum vorhanden ist!?!)

    Ein meistens nachlässigerweise übersehener Test bei der Vergasereinstellung ist die Prüfung des Vakuums am ported Vac. - Dabei ist das so einfach. Anstatt den Schlauch, den man vom Verteiler abzieht irgendwie zu verschließen, einfach ein Unterdruckmanometer dran hängen. Und sofort sieht man während der Einstellung, ob man bei der Einstellung des Drehzahlniveaus die Drosselklappe zu weit öffnet oder nicht.



    .
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  • hab kein unterdruckmanometer ;( :fie: .


    aber nun hab ich ihn ja zumindest mal so weit, dass er läuft und auch an bleibt. ich versuche heute nun das verschlucken ausm stand etwas weg zu kriegen (jemand ne idee dazu?), und den rest muss dann eh der bosch service machen, dazu fehlt mir einfach das wissen und können und die möglichkeiten, das auto unter lastzustand abzustimmen.

    tante edit sagt: war eben beim tanken, 60 liter auf 250 km nachgetankt. sprich, rückbau auf alten vergaser kommt erst mal nicht in frage, ich muss nun mit dem edelbrocken klar kommen. 24 auf 100 sind verdammt viel auch wenn ich wusste, dass er fett läuft und russt beim beschleunigen. selbst meine caprice mit 383 stroker und mehr als doppelter leistung fährt hier im landstrassenbetrieb mit 17. der malibu mit dem serienmässigen 305er müsste gefühlt eigentlich mit 13-14 im landstrassenbetrieb zu bewegen sein.

    also heute noch die kerzen raus und gucken, ob die auch verrusst sind. irgendwann und irgendwie krieg ich die kleine kiste so hin wie ich sie will (bzw. wie frauchen sie haben will) :love:
  • gaggi schrieb:

    das verschlucken ausm stand etwas weg zu kriegen (jemand ne idee dazu?)
    Wenn er das nur aus dem Leerlauf heraus macht und nicht bei "part throttle", dann ist Dein Leerlaufgemisch schlicht zu mager (habsch ja oben schon geschrieben) und der kann den Leerlauf nur halten, weil die Drosselklappe viel zu weit geöffnet ist.
    Du kannst natürlich den Pumpenhub größer machen (in welchem Loch ist er jetzt?), aber das verdeckt allzuschnell nur das Symptom; es beseitigt nicht die Ursache.

    Höchste Priorität, bevor man an das Problem rangeht ist:
    - leerlaufdrehzahl muß stimmen (geht definitiv nur mit Drehzahlmesser, am besten digital)
    - Der Zündzeitpunkt muß stimmen
    - das "ported vacuum" muß nahezu "Null" sein!

    ported vac kann man auch über die Zündung in Annäherung prüfen; sprich: wenn Du bei Leerlauf den Vakuumschlauch am Verteiler ansteckst und wieder abziehst, darf sich der Zündzeitpunkt fast NICHT ändern (weil mit der richtigen Drosselklappenstellung praktisch kein Vakuum anliegt).

    Versuch einfach mal, die drei Dinge hinzubekommen. Dann wird das Problem des Verschluckens vermutlich schon behoben sein. Die IMS kann man ganz gut nach der Anleitung im owners manual machen. Liest sich im ersten Moment etwas kompliziert, geht aber. - Falls Du es nicht hast, das manual kannst im WWW runterladen.
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  • so, bin denk ich n gutes stück weiter, vielen dank für die hilfestellung.

    was habe ich heute früh noch gemacht:

    - leerlaufgemischschrauben auf 1,5 umdrehungen raus als grundeinstellung gedreht.
    - drehzahl angepasst
    - gemischschrauben zug um zug geöffnet, drehzahl jeweils angepasst.
    - als sich durch aufdrehen der gemischschrauben die leerlaufdrehzahl nicht mehr erhöht hat, leerlauf noch mal angepasst
    - gemischschraube noch mal leicht zu gedreht um das leerlaufgemisch ein kleines bisschen anzufetten.

    pumpenhub war auf mittlerer stufe. werkseinstellung. die werde ich erst mal unangetastet lassen.tendenziell später eher nach unten setzen um die gemischanreicherung moderat zu halten, weil der 500er ede auf dem 305er motor eigentlich eh viel zu groß ist.

    zündzeitpunkt ist mit und ohne vakuum bei 10 vor ot.
    somit portet vakuum gleich oder fast gleich null.

    fliehkraft verstellung verteiler funzt, wenn ich am gasgestänge ziehe und die zündzeitpunktlampe auf die markierung richte, wandert der zeitpunkt auf "früh". hab ne zündzeitpunktpistole mit vorwahl, da bin ich auf 32° gegangen und hab den motor mal höher drehen lassen, markierung wandert bis auf den nullstrich.

    ich denke, so weit ist also mechanisch alles okay.

    kurze probefahrt gemacht, verschlucken ist kaum noch spürbar, aber noch vorhanden. denke den rest muss dann der meister mit nem kalibrierungskit und abgastester auf dem prüfstand machen. da bin ich noch drauf gespannt, was da raus kommt.

    leerlaufdrehzal passt nach gefühl und gehör -> sprich, motor steht im leerlauf schön ruhig im motorraum ohne schütteln und fängt auch bei einlegen einer fahrstufe nicht mit schütteln an. gehörmässig bin ich weit unter 1000 rpm jetzt. eher zwischen 6 und 800. sorry, hab keine anderen mittel im augenblick hier zur verfügung, meine werkstatt habe ich für mich aufgelöst und kumpels übergeben. aber selbst da habe ich keinen drehzahlmesser digital. höchstens einen analogen, den ich mal kurz anschliessen kann. werde ich auch tun, aber ich will morgens um acht niemanden deswegen aufwecken. denke das ist n thema wenn ich eh mal den werkstattschlüssel bei denen hole, um den auspuff komplett neu zu zimmern. das ist nämlich auch noch fällig...warte vauf teile -> vielleicht sogar morgen schon, paket ist auf heute angekündigt.

    nun hoffe ich auf n baldigen termin zum feineinstellen.

    vielen dank für eure hilfe.
  • Suupie! :thumbup:



    gaggi schrieb:

    gemischschraube noch mal leicht zu gedreht um ... anzufetten.
    verschrieben?
    Wenn Du beim Ede die IMS zu-(rein-)drehst, wird das Leerlaufgemisch magerer


    Berichte bitte mal von der Prüfstandaktion. DAS würde mich sehr interessieren.




    PS:
    Es gibt übrigens sehr preiswerte aber dennoch ausreichend gute digitale Multimeter, die auch Drehzahl und Schließwinkel anzeigen können. Möchte die nicht mehr missen. Kosten nur ca. 40€.





    .
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  • sorry ja. verschrieben. asche auf mein haupt.

    prüfstand muss ich erst mal schauen, dass ich n termin kriege, weil nur der senior chef das da macht und sich richtig an vergasern auskennt. -> bosch service atterer in senden bei ulm.

    da brauch ich aber n termin und n tag urlaub, die sich decken sollten, denn es sind 90 km anfahrt von mir aus. mach ich aber gerne, war bislang mein 2 autos zum vergaser abstimmen aufm prüfstand.

    das erste war n 76er malibu mit getuntem 350er, der hatte eingangsmessung 155kw am rad. nach zünding optimal einstellen und vergaser kalibrieren waren es 196kw am rad. das war meine erste erfahrung und aufgrund deren habe ich mich entschlossen, mit vergaser fahrzeugen grundsätzlich aufn prüfstand zu fahren, wenn sie mir gehören.

    das zweite war meine caprice, nach dem umbau auf 383 stroker und th 400.
    knappe 400 ps am ende...und, was mir bedeutend wichtiger ist, gute 600 nm und einen verbrauch von 15-18 litern im landstrassenbetrieb.

    der malibu soll motorentechnisch serie bleiben, da erwarte ich keinerlei wunder durch das einstellen, aber ich erwarte ehrlich gesagt, dass er nicht mehr als 14 auf 100 schluckt im landstrassenbetrieb und 11-12 auf strecke. das muss drin sein. und er muss schön laufen.

    ich berichte dann.

    zu deinem ps: das was ich zur zeit noch selber schraube, hält sich sehr in grenzen. ich habe meine werkstatt abgegeben, zeit für familie und andere dinge, weisst ja. nur den kleinen will ich jetzt noch ein mal richtig auf vordermann bringen und dann beschränkt sich meine schrauberei auf die instandhaltung der autos. technische umbauten sind nicht mehr geplant. ausser wie gesagt, auspuff muss noch neu am malibu, der bläst in alle himmelsrichtungen. aber eben war der postler da und hat die bögen, den topf und die endrohrblende gebracht. damit hab ich alles zusammen, kat, rohre, schellen und halter lagen schon da. evtl. opfere ich den sonntag morgen, wenn ich meinem kumpel heute abend beim grillen schön füttere hab ich sogar nen helfer, der saugut schweissen kann.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gaggi ()

  • Neu

    lenagregory schrieb:

    Berichte bitte mal von der Prüfstandaktion. DAS würde mich sehr interessieren.
    freitag wars so weit. calibration kit besorgt und n termin beim bosch service. vorher noch n frischen ölwechsel gemacht.

    ganz so genau wie bei meiner caprice gings nicht, bei der caprice ist n gewinde für ne lambdasonde eingeschweisst, beim malibu nicht.

    trotzdem gutes ergebnis.

    auto aufm prüfstand. festzurren, gebläse vorne ran, viergasmessgerät an den auspuff. los gehts.

    erst mal ne bestandsaufnahme, eingangslauf. erwartungsgemäss mit dem 500er ede viel zu fett, das war klar. trotzdem für den ungeöffneten motor der über 30 jahre stand und erst seit einem jahr wieder gefahren wird: 152 ps, knapp über 300 nm

    dann gings eigentlich relativ schnell. düsen blieben stock, nadeln wurden magerer gemacht, andere federn rein. was genau im kopf des meisters dabei vor sich geht, weiss ich nicht, ich glaube, es ist einfach nur sehr viel erfahrung (ganz in der nähe war früher wohl ne ami-kaserne). zündung um ein grad mehr, 9 anstelle 8 grad.

    zweiter lauf war er schon zufrieden mit den abgasen, hat testweise noch ein mal anderen nadeln probiert, aber dann wieder rückgängig gemacht. dann luftfilter drauf, abschlussmessung.

    was hats gebracht? 171 ps, 330 nm, also 19 ps und gut 25 nm.

    kostet 220 euro. man kann nun gerne drüber diskutieren, ob sich das lohnt, nein, im grunde "lohnen" tut es sich nicht. zumal sich der verbrauch nicht verändert hat. der hatte sich vorher und nachher auf 14-15/100 eingependelt. landstrassenbetrieb. und wirklich spüren tut man es auch nicht. der motor läuft geschmeidiger, aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich die leistung die mehr da ist, auch wirklich abrufe. meine frau eh nicht, ihr gehört das auto.

    aber ich hab nun ein ordentlich abgestimmtes auto. und ich hatte auch schon einen prüfstandslauf bei einem anderen auto mit getuntem motor, wo die radleistung um 41 kw durch die abstimmung besser wurde.